Der große König

Die Handlung spielt zwischen 1759 und 1763: In der Schlacht bei Kunersdorf flieht die preußische Armee vor der österreichischen Übermacht und wird vollständig zerschlagen. Preußens König, Friedrich II., genannt der Große, ist verzweifelt. Sein persönliches Umfeld rät zur Kapitulation, doch der Monarch entscheidet sich für den Kampf bis zum Sieg, allen Widrigkeiten und persönlichen Schicksalsschlägen zum Trotz.

Zur gleichen Zeit lernt der preußische Feldwebel Paul Treskow die Müllerstochter Luise kennen, die verwundete Soldaten pflegt. Beide verlieben sich ineinander und heiraten. In der Schlacht von Torgau gibt der auf Beobachtungsposten stehende Treskow eigenmächtig das Signal für eine Kavallerieattacke und rettet den Preußen so den Sieg. Vom erstaunten König wird er für sein befehlswidriges Verhalten jedoch bestraft. Der darüber tief erschütterte Treskow begehrt auf und verspielt so die vom König – ohne Wissen Treskows – schon angeordnete Beförderung zum Leutnant (Das paradoxe Verhalten des Königs erklärt der Film aus der preußisch-deutschen Militärdoktrin, wonach Ungehorsam bestraft, besondere Tapferkeit und Umsicht aber belohnt werden müssen. Treskows Verhalten vereinigt beide Aspekte, die der König nun gleichberechtigt bedient, dabei aber einer aus heutiger Sicht moralisch zweifelhaft erscheinenden Logik folgt: „Drei Tage (ans Rad einer Kanone gefesselt) muss er haben, Disziplin muss sein. Aber ich will es belohnen, wenn meine Soldaten entschlossen und selbständig handeln.“).

Der einstige Mustersoldat Treskow verbittert über des Königs an ihm statuierte „Gerechtigkeit“. Er ergeht sich wiederholt in Disziplinlosigkeiten und verliert beinahe das Vertrauen seines Regimentskommandeurs (gemäß dem hier unpreußisch nachsichtigen Drehbuch entgeht Treskow aber der Degradierung und bleibt bis zu seinem Tod Feldwebel). Gemeinsam mit dem aus dem Rheinland stammenden Musketier Spiller, von Anbeginn ein Prototyp des ewig meckernden Defätisten, will er sogar desertieren. Luise erinnert Treskow jedoch an seine Pflicht gegenüber den Kameraden, und so zieht er mit seinem Regiment aus zur Belagerung von Schweidnitz. Treskow stirbt in der siegreichen Schlacht den „ehrlichen“ Soldatentod im Angesicht des Königs, Spiller aber wird als Fahnenflüchtiger gefasst und auf Befehl des Herrschers füsiliert. Luise bleibt mit dem gemeinsamen Kind zurück.

Doch auch Preußens König steht nun allein, im Krieg sind viele seiner Freunde und Verwandten gestorben. Preußen aber ist gerettet – dank der Opferbereitschaft seiner Bewohner und ihres Herrschers.

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