Nagelschmied

Nagelschmied oder Nagler ist ein ehemaliger Handwerksberuf, der sich mit der Herstellung von Eisennägeln beschäftigt.

Der Beruf entstand als ein Spezialzweig des Schmiedehandwerks. Nagelschmiede bzw. Nagler waren meist der Zunft der Schmiede und/oder Kleinschmiede angeschlossen, außer in besonderen Zentren wie z. B. Breslau, Nürnberg oder Wien. Der Nagelschmied unterteilte sich nochmals in die Schwarz- und die Weißnagelschmiede. Weißnägel waren verzinnte Nägel, während Schwarznägel nach dem Schmieden mit Leinöl schwarz gebrannt, gebläut oder roh belassen wurden. Älteste Belege für Nagelschmiede finden sich in Stralsund (1340) oder Nürnberg (1349), während eiserne Nägel bereits zur Eisenzeit verwendet wurden.

Herstellungstechnik

Der Nagelschmied zog ein im Schmiedefeuer zur Weißglut bei ca. 1350 °C erhitztes vierkantiges Stabeisen durch Schmieden und Gegenschmieden auf einem Amboss aus, so dass es zum Ende hin konisch geformt und angespitzt wird. Anschließend trennte er (Abschroten) den Stab und steckte den angefangenen Nagel mit der Spitze voraus in eines der Löcher am Amboss oder in das daran befestigte (angeschlagene) geißfußförmige Nageleisen und stauchte das überstehende Ende zur gewünschten Kopfform. Manchmal kam dabei noch ein Gegengesenk zum Einsatz, um eine spezielle Form, z. B. einen perfekten Rundkopf zu erzeugen. Nach Fertigstellung erleichterte ein kräftiger Hammerschlag auf den Amboss bzw. auf das Nageleisen oder Abschrecken mit Wasser das Herausnehmen des Nagels aus dem Vierkantloch. Kleinere Nägel wurden in einer Wärme, d. h. in einem Arbeitsgang geschmiedet.

Ein geschickter Nagelschmied erbrachte ein Tagespensum von bis zu 2000 Schuhnägeln. Für einen Nagel waren – je nach Nagelsorte – 15 bis 60 Schläge erforderlich, für beispielsweise große Schiffsnägel auch wesentlich mehr.

Rohmaterial und Werkzeuge

Das Rohmaterial, die Zaine oder Zoan, lange Stäbe aus zähem Nagel- bzw. Krauseisen bezogen die Nagelschmiede von Zainschmieden. Die wiederum bezogen grobes, aus Eisenschwamm (Luppe) verschweißtes Stangenmaterial von den Hammerschmieden.

Als Werkzeuge dienten ihnen Amboss, Stappe, Nageleisen, Feder, Schrot, Schmiedehammer, kleine Zangen und der sogenannte Nagelstock, ein etwa 40 cm im Durchmesser und 70 cm hoher Abschnitt eines Eichenstammes.

Nagelschmied

Redaktion

Heimatbewußtsein und Heimatliebe hat nur der seelisch geistig gesunde Mensch, welcher sich seiner eigenen Geschichte/ Herkunft voll bewußt ist, über eine verwurzelte Verbindung zur Heimaterde verfügt (Bodenständigkeit), Mitgefühl (Empathie) zu Gottes Schöpfung (die Natur) hat und damit die Heimat und dessen Menschen wertschätzt. Seelisch vergiftete, wurzellose, traumatisierte Heimatvertriebene, Heimatlose, Geflüchtete und deren Nachkommen können kaum oder nur unter größten Schwierigkeiten eine neue Heimat und erst recht keine neue Identität annehmen. Diese Menschen bedürfen daher der besonderen Hilfe und Obhut. Hierbei geht es um keine Maskerade oder Dekoration, sondern um die Wiederherstellung der gesamtgesellschaftlichen Struktur vor Ort! Heimatliebe ist Herzenssache! Heimat ist Bewußtsein, Mut und Gespür für das Wahre, Ursprünglich-Bewährte, Langlebige und das Nachhaltige!

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