Johann Ludwig Graf Schwerin von Krosigk

Johann Ludwig Graf Schwerin von Krosigk
von Krosigk im hellgrauen Anzug hinter Göring, Aufnahme des Kabinetts Hitler am 30. Januar 1933, dem Tag von Hitlers Machtergreifung

Johann Ludwig „Lutz“ Graf Schwerin von Krosigk, geboren als Johann Ludwig von Krosigk, (* 22. August 1887 in Rathmannsdorf/Anhalt; † 4. März 1977 in Essen) war ein deutscher Jurist und Politiker. Vom 2. Juni 1932 bis zum 23. Mai 1945 war er Reichsminister der Finanzen. Er war parteilos, bis er 1937 durch Annahme einer Parteiehrung in die NSDAP aufgenommen wurde.

Nach seinem Aufstieg als Beamter innerhalb des Ministeriums wurde er 1932 zum Finanzminister im Kabinett Papen ernannt. Bei der Machtübernahme der Nationalsozialisten behielt er im Kabinett Hitler seinen Posten und blieb bis zum Ende des Dritten Reiches im Amt. Nach dem Tod Hitlers wurde Schwerin von Krosigk von dem von Hitler zu seinem Nachfolger eingesetzten Karl Dönitz am 2. Mai 1945 zusätzlich zum Leitenden Minister und Reichsminister des Auswärtigen in der geschäftsführenden Regierung Dönitz ernannt, die nach einigen Tagen nur noch über kleine Restgebiete des Deutschen Reiches gebot.

Graf Schwerin von Krosigk wurde von den Alliierten wegen Kriegsverbrechen verhaftet. Er wurde 1949 in dem zu den Nürnberger Prozessen gehörenden Wilhelmstraßen-Prozess als Kriegsverbrecher zu zehn Jahren Haft verurteilt. 1951 wurde Krosigk auf Grund einer Amnestie aus der Haft entlassen. Danach war er als Publizist tätig.

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Redaktion

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