Die Nut, auch Nute (Plural: die Nuten), ist ein in technischer Fachsprache gebrauchter Begriff für eine längliche Vertiefung.

Nut ist ein aus der Holzverarbeitung stammendes mittelhochdeutsches Wort. In die Metallverarbeitung fand es erst später Eingang.

Funktionsweisen und Herstellung

Nuten dienen dazu, längliche Bauelemente zu fixieren (als formschlüssige Verbindungen), zu führen oder zu versenken. In anderen Fällen wird durch die Materialentnahme Platz geschaffen.

Die Nut kann von rechteckigem Querschnitt sein oder von Trapezform, mit nach außen geschrägter Wand oder als Schwalbenschwanz.

Hergestellt werden Nuten:

  • spanend
    • mit der Fräse in zahlreichen Werkstoffen
    • mit Formstichmessern in der Dreherei
    • schleifend in einem Schritt oder nach dem Erzeugen von Trennfugen mit einem Meißel in Stein und verwandt reagierenden Materialien
    • stoßend oder hobelnd mit speziellen Werkzeugen in Holz, aber auch Metallen oder Kunststoffen
    • mit Sägen in Holzwerkstoffe und längs und quer zur Faserrichtung in Vollholz
    • bei Metallen auch ziehend mit einer Nutenziehmaschine
    • Räumen mit einer Räumnadel
  • umformend
    • mit Walzpressen

In der händischen Bearbeitung von Vollholz ist der Unterschied zwischen Längsnut längs zur Holzfaser und Quernut entscheidend: Erstere kann gehobelt werden, zweitere nur gesägt. Beim Einsatz von Oberfräse oder Tischfräse ist die Unterscheidung aber belanglos. Spezielle Handwerkzeuge der Holzbearbeitung sind:

  • Nuthobel
  • Gratsäge und Grundhobel oder Beitel
  • Nuteisen, einem speziellen Beitel, der Grund und Wand absticht ([-Profil)
  • Dexel – auch hier gibt es spezielle Nutendexeln

Verwendung

  • im Maschinenbau
    • als Paßfedernut DIN 6885 oder Keilnut DIN 6886;
    • als „Gegenstück“ zu Dichtungen, Klemmringen, Simmerringen und ähnlichem;
    • als Führungslager;
    • T-Nuten auf Spanntischen von Werkzeugmaschinen zum Fixieren von Werkstücken;
    • bei elektrischen Maschinen als Vorrichtung, in der stromdurchflossene Spulen liegen;
  • als Holzverbindung geleimt oder lösbar
    • zur Längsverbindung mittels Spundung;
    • zur Längsverbindung mittels Nut-Feder-Verbindung;
    • zur vertikalen Verbindung mittels Gratung;
    • zur Aufnahme eines Einschüblings als Zarge;
    • zum Einsetzen des Bodens in Gefäßen usw. in der Fassbinderei;
  • in der Druckweiterverarbeitung
    • Nutung beziehungsweise Nuten bedeutet in der Druckweiterverarbeitung das Heraustrennen eines Materialspans aus einem dicken Karton oder aus Pappe, um ein Biegen des Werkstoffes zu ermöglichen oder zu vereinfachen.

 

 

 

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Nut

Redaktion

Heimatbewußtsein und Heimatliebe hat nur der seelisch geistig gesunde Mensch, welcher sich seiner eigenen Geschichte/ Herkunft voll bewußt ist, über eine verwurzelte Verbindung zur Heimaterde verfügt (Bodenständigkeit), Mitgefühl (Empathie) zu Gottes Schöpfung (die Natur) hat und damit die Heimat und dessen Menschen wertschätzt. Seelisch vergiftete, wurzellose, traumatisierte Heimatvertriebene, Heimatlose, Geflüchtete und deren Nachkommen können kaum oder nur unter größten Schwierigkeiten eine neue Heimat und erst recht keine neue Identität annehmen. Diese Menschen bedürfen daher der besonderen Hilfe und Obhut. Hierbei geht es um keine Maskerade oder Dekoration, sondern um die Wiederherstellung der gesamtgesellschaftlichen Struktur vor Ort! Heimatliebe ist Herzenssache! Heimat ist Bewußtsein, Mut und Gespür für das Wahre, Ursprünglich-Bewährte, Langlebige und das Nachhaltige!

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